Wer ist online

Aktuell sind 35 Gäste und keine Mitglieder online

Wasserschäden durch Kälte?! - Wie das?

Wasserleitungen, speziell wenn sie freiliegen, frieren bei starkem Frost in unbeheizten Räumen vorallem dann wenn sie an offenen Fenstern oder Öffnungen sowie im freien verlaufen ein. Der dabei entstehende Eispfropf verhindert nicht nur den weiteren  Wasserdurchfluss sondern er kann auch das Rohr sprengen. Wasser hat seine höchste Dichte bei +4°C, geht die Temperatur tiefer dehnt es sich wieder aus. Wenn dieser Eispropf dann wieder auftaut, fließt das Wasser ungehindert aus der geplatzten Leitung. 

 

Zum Schutz vor der Kälte und ihren Auswirkungen
gibt die Feuerwehr folgende Empfehlungen:

  • Sollten Wasser- oder Heizungen in ungeheizten Räumen nicht abzustellen sein, empfiehlt sich der Einbau sogenannter Frostwächter. Dies sind kleine elektrische Heizgeräte welche erst bei Frost ansprechen und die Temperatur im Raum über dem  Gefrierpunkt halten. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen und Größen, alternativ kann man aber die Rohrleitungen auch mit Heizbändern schützen.
  • Sollte der Raum über einen Heizung verfügen, ist es natürlich die beste Lösung diese im Winter niemals ganz abzustellen.
  • Eine weitere einfache Lösung ist natürlich die Entwässerung der Wasser- sowie Heizungsleitungen in nichtbenötigten aber frostgefährdeten Räumen.

Was tun, wenn es doch passiert ist?

Auftauen von eingefrorenen Wasserleitungen - Aber bitte richtig!

Hat man bemerkt, dass eine Wasserleitung eingefroren ist, muss rasch aber überlegt gehandelt werden, denn zu rasch kann böse Folgen haben! Als wirksamstes Mittel erscheint vielen der Einsatz einer Lötlampe oder eines anderen offenen Feuers. Dies ist zugleich aber auch das wirksamste Mittel ein Haus in Schutt und Asche zu legen.

Denn mit der offenen Flamme können brennbare Stoffe in der näheren Umgebung der Auftaustelle entzündet werden, aber auch die durch das Wasserrohr fortgeleitete Hitze kann in einem unkontrollierbaren Hohlraum oder in einem benachbarten Raum mit leichtentzündbaren Gegenständen ein Feuer entfachen, das zunächst unbemerkt bleibt. Dieses Mißgeschick passiert selbst noch so manchem Handwerker.

Auftauarbeiten von eingefrorenen Wasserleitungen sollten grundsätzlich auch nicht mit elektrischem Strom durchgeführt werden, auch nicht aus einem Auftau- oder Schweißtrafo, einem Umformer oder Gleichrichter. Die Gefahren des elektrischen Stroms  sollten nicht unterschätzt werden. Außerdem besteht bei unsachgemäßer Anwendung , durch die Bildung von Dampfblasen unter hohem Druck, das Risiko des platzens der Leitung. Bei solchem Handeln wird von den Versicherungen meist grobe Fahrlässigkeit unterstellt. Sollte aus bestimmten Gründen dennoch eines dieser Verfahren gewählt werden, so gelten  die gleichen Sicherheitsbestimmungen wie sie für feuergefährliche Arbeiten vorgeschrieben sind: Feuerlöscher bereit halten und alle gefährdeten Bereiche beobachten.

Die für den Hausgebrauch beste und sicherste Lösung ist es, für das Auftauen Haartrockner, Heizlüfter, Heißluftgebläse oder heisse Tücher zu verwenden. Auch Heizmatten oder Wärmeflaschen sind gute Hilfsmittel zum Auftauen.

 

Bitte beachten Sie diese Tipps, damit die Feuerwehr nicht eines Tages bei Ihnen vor der Tür steht um den Keller auszupumpen, wenn die geplatzte Leitung wieder auftaut oder Ihre Wohnung beim Auftauversuch in Brand gesetzt wurde.

Ihre Feuerwehr Heilsbronn

zurück

Wetter aktuell

Unwetterwarnungen